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Briefmarkensammlung

Eine Sammlung von Nonni-Briefmarken und Schmuckumschlšgen zeigt die Website manresa-sj. Die Sammlung besuchen

Neuere isländische Nonni-Briefmarken

Seit kurzem gibt es bei der isländischen Post im Rahmen ihres Angebots "Frímerkin mín" - zu Deutsch "Meine Briefmarken" - zwei Briefmarken mit dem Porträt von Jón Sveinsson - "Nonni".
Wie ihr als "Insider" unschwer erkennen werdet, handelt es sich dabei um das Foto, das der Historiker Gunnar F. Guđmundsson für den Schutzumschlag seiner preisgekrönten Biographie "Pater Jón Sveinsson. NONNI" gewählt hatte.

Im Rahmen dieses Service haben Postkunden - nicht nur in Island, sondern weltweit! - die Möglichkeit, Briefmarken mit eigenen Motiven zu gestalten und bei der jeweiligen Post zu bestellen (und zu bezahlen *lächel*).

Bei der Deutschen Post heißt dieser Service "Briefmarke Individuell".

Aus Anlass des 70. Todestages meines verehrten "Nonni" war mir die Idee gekommen, auch in Island rechtzeitig an dieses Datum (16. Okt. 2014) zu erinnern, und zwar mit einer "Nonni-Briefmarke". Anbei je ein Muster der beiden Marken: eine für den Versand innerhalb Islands (Frímerkin mín innanlands), die andere für Briefe nach Europa (Frímerkin mín til Evrópu). Für Briefe bis 50 g nach außerhalb Europas können 2 Inlandsmarken oder je 1 Inlandsmarke und 1 Europamarke verwendet werden (geringe Überzahlung).

Falls ihr also als Philatelist, Nonni-Verehrer und/oder Island-Fan Interesse an diesen Marken habt, könnt ihr sie bei helgams at postur dot is bestellen. Die Artikelnummer benötigt ihr nicht - es gibt nur diese beiden "Nonni-Marken".

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr meine Idee aufgreift, und damit nicht nur an "Nonni", sondern auch an den Literaturpreisgewinner Gunnar und die noch ausstehende deutsche Übersetzung seiner Nonni-Biographie erinnert - vielleicht findet sich auf diesem etwas ungewöhnlichem "postalischen" Wege sogar ein geneigter Verlag im deutschsprachigen Raum??

„NONNI“-Briefmarken – selber erstellen

„Das Briefmarkensammeln hat in den letzten Jahr(zehnt)en an Attraktivität verloren“, sagte mir vor nicht allzu langer Zeit ein Händler, der es wissen muss. „TV, PC, Computerspiele, Game-Boys, Handys, Internet, etc. füllen heute die Freizeit vor allem der jüngeren Leute (auch schon von Kindern) aus, die sich früher u. a. dem Sammeln und Tauschen von Briefmarken gewidmet hatten.“

Ob das wohl mit ein Grund dafür war, weshalb sich vor einigen Monaten die Postministerien bzw. deren Werbestrategen rund um den Globus einen „Gag“ einfallen ließen, um das Interesse an diesen bunten und lehrreichen Bildchen in der Bevölkerung neu zu wecken und damit den Absatz zu steigern? Es ist m. E. eine ganz „revolutionäre“ Idee, die dem „Erfinder“ vermutlich ein schönes Sümmchen eingebracht hat.

Alte isländische „Nonni-Briefmarke“ aus dem Jahr 1980 – die bisher einzige!

Isl√ɬ§ndische "Nonni"-Briefmarke Aber erst einmal zurück ins Jahr 1980. Damals – genauer gesagt am 28. April 1980 – brachte die isländische Post in der Reihe „Berühmte Männer“ (Frægir menn) ein Set von zwei EUROPA-Marken (CEPT) heraus. Eine zeigt den bedeutenden isländischen Schriftsteller Jón Sveinsson. Diese isländische „Nonni“-Marke im Wert von 140 Kronen ist die einzige, die ich bisher zu Ehren Jón Sveinssons im World Wide Web entdecken konnte.

Bis ich Anfang 2008 bei einem längeren Aufenthalt in den USA von der wirklich tollen Möglichkeit erfuhr, als Postkunde selbst Briefmarken entwerfen zu können und drucken zu lassen – als voll gültige Postwertzeichen – „real U.S. postage“, wie es in der Werbung heißt. Und ich war von dieser – wie ich damals meinte – „typisch amerikanischen“ Idee hellauf begeistert!

Doch bei meiner Rückkehr nach Deutschland fand ich auch in meiner Postfiliale entsprechende Prospekte, die mit bunten Farben auf diese neue Möglichkeit hinwiesen. Ich nahm gleich einige „Flyer“ mit nach Hause, denn ich wollte das natürlich sofort ausprobieren und auch Bekannte darauf hinweisen. Die neue Erfindung nennt sich in Deutschland „Plus­brief individuell“: es handelt sich um einen Briefumschlag mit aufgedruckter Marke, wobei der obere linke Rand des Umschlags ebenfalls frei gestaltet werden kann.

Über ein Motiv musste ich nicht lange nach denken! Was liegt für einen „Nonnifan“ näher, als eine Briefmarke mit seinem Bild zu entwerfen und auf diese Weise auf ihn aufmerksam zu machen und ihn quasi noch einmal um die Welt reisen zu lassen – auf meine Kosten? Rückblickend gestehe ich: der erste Versuch gelang nicht gerade umwerfend – ich hatte das Motiv zu klein gewählt; aber ein echter Philatelist besitzt ja ohnehin eine Lupe! Außerdem blieb es ja nicht bei dem einen Versuch, wie die Beispiele zeigen (siehe untenstehende Abbildungen).

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Deutsche Nonni-Briefmarken und Schmuckumschläge

Umschläge mit "Nonni" Briefmarken Umschlag Umschlag

Weltweit gültige Postwertzeichen

In der Werbung der Deutschen Post hieß es anfangs, die Umschläge „eigneten sich für den Versand in Deutschland“ – ursprünglich wurde mir sogar mitgeteilt, sie seien ausschließlich für den Versand in Deutschland zugelassen! Das wollte ich nicht glauben und wandte mich daher an eine verständnisvolle und hilfsbereite Schalterbeamtin. Sie gab mir den Rat, doch mal die Probe aufs Exempel zu machen. Ich adressierte also meinen „Nonni-Brief“  ans „Nonnahús“ in Akureyri, klebte entsprechendes Zusatzporto (und Luftpost-Aufkleber) drauf und ließ ihn von der netten „Christel von der Post“ behutsam von Hand abstempeln – schön am Rand, damit das Motiv nicht vom Rundstempel verdeckt wurde. Einen weiteren „Nonni-Brief“ schickte ich – natürlich wieder mit zusätzlichen Briefmarken versehen – per Luftpost nach USA. Auf diese Weise fand ich heraus, dass die in Deutschland selbst entworfenen Briefmarken selbstverständlich weltweit anerkannt werden und derart frankierte Briefe auch außerhalb der Bundesrepublik Deutschland anstandslos befördert werden. Schließlich sind die aufgedruckten Marken gültige Postwertzeichen der Deutschen Post! Als optischen „Beweis“ zeigen diese neuartigen Briefmarken das gute alte deutsche Posthorn – und auch ein „Barcode“ fehlt selbstverständlich nicht!

Technische Voraussetzungen

Unerlässliches Handwerkszeug für die „Herstellung“ eigener Briefmarkenmotive ist natürlich ein PC. Und Spaß am „Tüfteln“ sollte man auch mitbringen! Dann sind der Phantasie so gut wie keine Grenzen gesetzt. Aber halt! Eine weitere Voraussetzung für den Entwurf von Marke und „Zusatzornament“ sind digitale Fotos, die man von seinem PC herunter lädt und in die entsprechenden Masken einfügt – am besten selbstgeschossene Bilder. Mich hat dabei besonders das Kombinieren von zwei Motiven zu ein und demselben Thema (nämlich „Nonni in Köln“ bzw. „Nonni in Japan“) gereizt. Für eine Anzahl herkömmlicher Anlässe bietet aber auch die Deutsche Post entsprechende Motive an, die man „kostenlos“, d.h. im Preis inbegriffen, herunter laden kann.

Empfehlenswerter (gar nicht „teurer“) Spaß

Briefmarke - "Nonni" in JapanIch kann Euch versichern, dass es großen Spaß macht, eigene Briefmarken mit ganz persönlicher Note zu entwerfen und erst recht, sie zu versenden und den Empfänger damit zu überraschen. Anlässe dafür gibt es genug. So ließ sich kürzlich ein Bekannter von mir dazu inspirieren, für ein Klassentreffen das alte Schulgebäude als Briefmarkenmotiv auf den Umschlag des Einladungsschreibens drucken zu lassen. Und unser neuer „Nonni-Verehrer“ in Japan, Motokatsu Watanabe, griff meine Idee auf und ließ im Vorfeld der „Nonni-Ausstellung“ in Tokio ebenfalls verschiedene „Nonni-Briefmarken“ drucken. Er übernahm (wie ich) das bekannte Motiv „Nonni im Kreis japanischer Kinder“ (siehe Bild). Ob sich weitere „Nonni-Freunde“ von dieser Idee anstecken lassen und z.B. eigene Fotos vom „Nonnahús“ oder von der „Nonni-Statue“ in Akureyri, oder vom „Nonni-Grab“, „Nonnibrunnen“ oder „Nonniweg“ in Köln, etc. in Briefmarkenmotive umwandeln? Reizvolle Motive gibt es genügend! Sicherlich würden auch Besucher des „Nonni-Museums“ in Akureyri gerne zu solchen Briefmarken greifen, die im Souvenir-Laden angeboten werden könnten!

Bedenkenswertes bei der Briefmarkenerstellung

Erste deutsche Nonni-Briefmarke Bei aller Euphorie für diese neue Entwicklung in der Philatelie darf der ideenreiche „Designer“ aber eines nicht vergessen: nicht alle Postempfänger sind Briefmarkensammler und schenken den liebevoll oder originell gestalteten „Unikaten“ die entsprechende und erwünschte Beachtung. Bevor also solche nicht alltäglichen Briefumschläge „trotzdem“ vom Empfänger achtlos in den Papierkorb geworfen werden, sollte man vielleicht seine Sendung vorher ankündigen (so ähnlich, wie man manchen „E-Mail-Muffel“ am besten per Telefon informiert, wenn man eine Nachricht an ihn abgeschickt hat!). Man braucht ja nicht gleich „alles“ zu verraten! 

Und noch einen Rat habe ich parat: Verwendet  farbige Photos! Sonst kann es passieren, dass der Empfänger bei schwarz-weißen Briefmarken und ebensolchem Dekor an eine Trauernachricht denkt! (Ist mir mit einem „Nonni-Brief“ schon passiert!! Ich musste trotzdem lachen, als mir das zu Ohren kam!)

Seit Juli 2009 gibt es bei der Deutschen Post endlich auch die Möglichkeit, selbstklebende Marken zu entwerfen, ohne einen Umschlag mitbestellen zu müssen. Das Produkt heißt Markeindividuell, es ist allerdings vorerst nur für Geschäftskunden zu haben. Es handelt sich dabei um die in anderen Ländern längst eingeführte selbstklebende Marke mit selbstgestaltetem Motiv. Die Portowerte sind von 0,45 bis 2,20 € wählbar. Infos gibt es bei team-plusbrief @deutschepost.de

Da ich im kleinsten Rahmen tatsächlich eine „Geschäftskundin“ bin, habe ich nicht lange gezögert und umgehend eine selbstklebende Briefmarke mit Jón Svenssons Konterfei entworfen. Somit kann ich Euch hiermit die erste „echte“ deutsche Nonni-Briefmarke vorstellen (siehe Abbildung links oben).

Ich freue mich sehr, dass dies im Nonni-Gedenkjahr 2009 möglich wurde, denn ich betrachte diese Marke als meine höchst persönliche Hommage an den unvergesslichen Jón Svensson anlässlich seines 65. Todestags am 16. Oktober 2009.

Das von mir verwendete Motiv ziert den Schutzumschlag der Nonni-Biographie von P. Hermann Krose SJ. Die Marke ist also gleichzeitig auch als dankbare Erinnerung an diesen Weggefährten Nonnis zu verstehen. Er war es, der „Nonni“ dazu verholfen hat, zum Bestseller-Autor zu werden, indem er ihn mit dem Verlag Herder in Kontakt brachte. Auch war es Krose, der nach Nonnis Tod seine letzten beiden Bücher herausgab: „Nonnis Reise um die Welt“, Band I: „Nonni in Amerika“ und Band II: „Nonni in Japan“. Mit seinem eigenen letzten Werk „Jón Svensson. Ein Lebensbild ‚Nonnis’, dargestellt nach seinen Tagebüchern“ hat er uns Nonni-Freunden ein sehr persönliches Buch geschenkt. Es erschien vor nunmehr 60 Jahren – im gleichen Jahr noch starb der Autor, nämlich am 26. September 1949, so dass auch ihm unser ehrendes Gedenken gilt.

Wann kommt die 1. „offizielle“ Nonni-Briefmarke?

Als Staatsbürger mit philatelistischem Interesse hat man aber auch die Möglichkeit, einen Wunsch zu äußern bzw. einen Vorschlag zu machen, welches Motiv in Zukunft auf einer „offiziellen“ Briefmarke der Deutschen Post erscheinen sollte. Zuständig dafür ist das Bundesfinanzministerium in Berlin, wie ich von der Deutschen Post erfuhr, die mir freundlicherweise auch die entsprechende Adresse mitteilte (siehe unten).

Wäre es nicht wünschenswert und an der Zeit, für eine offizielle „Jón Svensson“- oder „Nonni“-Marke zu plädieren? Und zwar nicht nur in Deutschland! Sicherlich kennen viele von Euch die Marke, die zu Ehren Astrid Lindgrens (1907-2002) 100. Geburtstag im Jahr 2007 von der Deutschen Post zusammen mit Schweden herausgebracht wurde. (Im gleichen Jahr wurde Jón Svensson 150!)  

Vergessen wurde auch nicht  der große dänische Märchenerzähler Hans Christian Andersen, dem die Deutsche Post zum 200. Geburtstag im Jahr 2005 eine Marke im Wert von 144 ct widmete.

Auch für Selma Lagerlöf (1858-1940) und ihren „Nils Holgersson“ fanden sich offenbar Fürsprecher, so dass in 2008, anlässlich ihres 150. Geburtstags, ebenfalls eine Marke im Wert von 1 € von der Deutschen Post gedruckt wurde.

Dass Jón Svensson -„Nonni“ - (1857-1944) in Japan als „Europas zweiter Andersen“ gefeiert wurde, war den Briefmarken-Designern bei der Deutschen Post offenbar nicht bekannt, sonst hätten sie ihm vielleicht doch zum 65. Todestag oder zum 150. Geburtstag auch eine Briefmarke spendiert – ich denke, es ist wirklich endlich an der Zeit, Jón Svens­son mit einer offiziellen Briefmarke der Deutschen Post zu ehren. Der Bezug „Nonnis“ zu Deutschland ist doch auf jeden Fall größer als der seiner schwedischen „Kolleginnen“ oder seines dänischen „Vorbilds“ – schließlich hat er seine „Nonni-Bücher“ auf Deutsch geschrieben, war hier lange Zeit „Bestseller“ und hat sich immer wieder für längere Zeit in Deutschland au­gehalten. Viele ältere Leser (und Postkunden) wären bestimmt begeistert! Und die Jüngeren würden ihn und seine Bücher endlich kennen lernen!

Wie wäre es, das Jahr 2011 anzuvisieren, wenn Island auf der Frankfurter Buchmesse die Rolle des „Gastlandes“ übernimmt? Auch eine gemeinschaftliche Briefmarke von Island und Deutschland wäre denkbar. So könnten beide Länder, in denen „Nonni“ zu Hause war, Jón Svensson gemeinsam ehren. Solche Gemeinschaftsproduktionen zweier Länder im Bereich der Philatelie sind übrigens durchaus keine Seltenheit.

Oder wie wäre es mit dem Jahr 2013? „Nonni-Leser“ wissen, worauf ich anspiele: „100 Jahre ‚Nonni’“ – seit Erscheinen des ersten „Nonni“-Titels auf Deutsch sind dann 100 Jahre verflossen, und dieser Bestseller ist immer noch „online“ erhältlich: „Nonni. Erlebnisse eines jungen Isländers, von ihm selbst erzählt“. Herdersche Verlagshandlung 1913.

Das nächste „runde“ Datum wäre erst wieder Jón Svenssons 70. Todestag im Jahr 2014 oder sein 200. Geburtstag im Jahr 2057. Aber wollen wir wirklich so lange warten? Wer, wenn nicht wir „Nonni-Verehrer“ und die Deutsch-Isländischen Gesellschaften, sollte sich für die Herausgabe einer solchen Marke einsetzen und damit „Nonni“  posthum ein aktuelles Denkmal setzen lassen?

Ich werde mich jedenfalls mit diesen Vorschlägen an Berlin wenden – eine „Lobby“ im Rücken zu haben, wäre natürlich Erfolg versprechender! Wer schließt sich an?

Die Adresse lautet:
Bundesministerium der Finanzen
Referat PWZ
Wilhelmstraße 97
10117 Berlin
Tel.: 01888 682-0, Fax: 030 22424032

PS: Eine ähnliche (längere) Fassung dieses Artikels erschien in ISLAND; Heft 2, Nov. 2009.