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958. Gemeindebrief
(19. März 2017)
Lesejahr A -rg-
>>ISSN 1611-9177<<
Liebe Leserinnen und Leser des wöchentlichen Gemeindebriefes,

schaut man in den Heiligenkalender, feiern wir heute das Fest des Hl. Josef. Ein besonderer Tag. Nicht nur, weil auch heute noch viele Männer diesen Namen tragen. An dieser Stelle schon mal einen herzlichen Glückwunsch zum Namenstag! Dier Tag ist vor allem auch deshalb besonders, weil heute der Mann im Fokus steht, der sonst kaum in der Bibel vorkommt. Nach der Reise nach Betlehem und der Flucht nach Ägypten und der Wallfahrt zum Tempel mit dem 12jährigen Jesus verschwindet Josef im Grunde genommen im Dunkel der Geschichte.

Heute gilt er als Schutzpatron der Kirche, was er und wir Papst Pius IX zu verdanken haben. Wir feiern also einen eigentlich unbekannten Heiligen. Ich finde das gut! Warum? Auch von vielen anderen Heiligen sind nur Fragmente ihres Lebens bekannt, da sticht Josef also nicht heraus. Er ist für mich aber ein Mensch, der eben trotzt aller Widrigkeiten an Gott festgehalten hat und auf ihn vertraut hat. Dass er als Arbeiter gilt finde ich ebenso gut. Ein Zimmermann, also ein echter rauher, aber dennoch achtsamer Mensch ist der Schutzpatron der Kirche. Mir zeigt das: Auch wir in der Kirche sollen arbeiten, sollen uns nicht auf dem Ausruhen, was wir erreicht haben, sondern täglich neu unserem Handwerk nachgehen und „an der Kirche zimmern“.

Ebenso ist er für mich ein Beispiel der Bescheidenheit. Das tut uns insgesamt und in der Kirche besonders auch gut. Bescheiden und einfach auf die Menschen zugehen und auf Gott vertrauen. Ohne viel Firlefanz, Prunk und Pomp. Sondern ehrbar, ehrlich, bodenständig – voller Vertrauen auf Gott.

Wenn wir so in die Zeit gehen, dann gelingt es uns gemeinsam auch, der Kirche in den stürmischen und bewegten Zeiten ein menschliches Gesicht zu geben – ganz gleich was an Krisen kommen mag!

In diesem Sinne

Gesegneten Sonntag!

Rainer Gelhot
Redaktion
GemeindeBrief

PS: Ich weiß, dass der Josefstag eigentlich auf den Montag verlegt ist in diesem Jahr, da ich aber aus einer Josefs-Gemeinde komme...

Evangelium: Lk 15,1-3.11-32

Evangelium

In jener Zeit kamen alle Zöllner und Sünder zu Jesus, um ihn zu hören. Die Pharisäer und die Schriftgelehrten empörten sich darüber und sagten: Er gibt sich mit Sündern ab und isst sogar mit ihnen. Da erzählte er ihnen ein Gleichnis und sagte: Ein Mann hatte zwei Söhne. Der jüngere von ihnen sagte zu seinem Vater: Vater, gib mir das Erbteil, das mir zusteht. Da teilte der Vater das Vermögen auf. Nach wenigen Tagen packte der jüngere Sohn alles zusammen und zog in ein fernes Land. Dort führte er ein zügelloses Leben und verschleuderte sein Vermögen. Als er alles durchgebracht hatte, kam eine große Hungersnot über das Land, und es ging ihm sehr schlecht. Da ging er zu einem Bürger des Landes und drängte sich ihm auf; der schickte ihn aufs Feld zum Schweinehüten. Er hätte gern seinen Hunger mit den Futterschoten gestillt, die die Schweine fraßen; aber niemand gab ihm davon. Da ging er in sich und sagte: Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben mehr als genug zu essen, und ich komme hier vor Hunger um. Ich will aufbrechen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt. Ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein; mach mich zu einem deiner Tagelöhner. Dann brach er auf und ging zu seinem Vater. Der Vater sah ihn schon von weitem kommen, und er hatte Mitleid mit ihm. Er lief dem Sohn entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn. Da sagte der Sohn: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt; ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein. Der Vater aber sagte zu seinen Knechten: Holt schnell das beste Gewand, und zieht es ihm an, steckt ihm einen Ring an die Hand, und zieht ihm Schuhe an. Bringt das Mastkalb her, und schlachtet es; wir wollen essen und fröhlich sein. Denn mein Sohn war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wieder gefunden worden. Und sie begannen, ein fröhliches Fest zu feiern. Sein älterer Sohn war unterdessen auf dem Feld. Als er heimging und in die Nähe des Hauses kam, hörte er Musik und Tanz. Da rief er einen der Knechte und fragte, was das bedeuten solle. Der Knecht antwortete: Dein Bruder ist gekommen, und dein Vater hat das Mastkalb schlachten lassen, weil er ihn heil und gesund wiederbekommen hat. Da wurde er zornig und wollte nicht hineingehen. Sein Vater aber kam heraus und redete ihm gut zu. Doch er erwiderte dem Vater: So viele Jahre schon diene ich dir, und nie habe ich gegen deinen Willen gehandelt; mir aber hast du nie auch nur einen Ziegenbock geschenkt, damit ich mit meinen Freunden ein Fest feiern konnte. Kaum aber ist der hier gekommen, dein Sohn, der dein Vermögen mit Dirnen durchgebracht hat, da hast du für ihn das Mastkalb geschlachtet. Der Vater antwortete ihm: Mein Kind, du bist immer bei mir, und alles, was mein ist, ist auch dein. Aber jetzt müssen wir uns doch freuen und ein Fest feiern; denn dein Bruder war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wieder gefunden worden.
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