#GemeindebriefStBonifatius
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965. Gemeindebrief
Ostersonntag
(23. April 2017)
Lesejahr A -nl-
>>ISSN 1611-9177<<
Liebe Leserinnen und Leser
des Gemeindebriefes aus der Internetkirche St. Bonifatius,

kennen Sie diesen Merksatz? „Gib Leuten Macht, und du lernst sie wirklich kennen.“ Dieser Satz zielt darauf ab zu beobachten (oder zu erleben), in welche Richtung sich Menschen verändern, wenn sie Einfluss haben auf andere Menschen, Geld für ihre Zwecke einsetzen können oder ihr Wort schlechthin dazu führt, dass andere eingeschüchtert das tun, was diese Macht-Menschen wollen. Macht ist also eine Charakterherausforderung – und kann deshalb auch schief gehen: Zuallererst und allermeist für die sogenannten Untergebenen.

Jesus, so wird im eigentlich letzten Kapitel des Johannes-Evangeliums berichtet, scheut sich nicht: Er schwört seine Jünger ein, die bald ohne ihn auskommen müssen und dennoch das tun und denken sollen, was Er ihnen aufgetragen hat. Er verpflichtet sie auf seine Auferstehung, indem er ihnen die durchbohrten Hände und die durchstochene Seite zeigt. Er verpflichtet sie mit dem Friedenswort, das gleichzeitig ein Sendungs-Wort wird: Haltet Frieden! Und Jesus als der Auferstandene verpflichtet seine Jünger durch die Übertragung des Heiligen Geistes. Erst dann und darin eingebettet bekommen sie die ganze Voll-Macht, Sünden zu vergeben oder auch nicht.

So übertragen, wird Macht nicht zur Versuchung, sich an anderen, meist gnadenlos, also ohne Gnade, egozentrisch und rücksichtslos auszutoben, sondern als Verpflichtung, genau unterscheidend zu sein. Einen Gedanken weiter will ich so formulieren:

Wer sich nicht in die Nachfolge des Auferstandenen im wahrsten Sinn des Wortes hinein-knien kann, der sollte auch nicht leiten dürfen, also keine Macht über andere Menschen und Ressourcen erhalten. Das wäre mal was für die spirituelle Personalentwicklung jenseits aller Assessment-Strategien.

Wenn Sie möchten, machen Sie mit sich selbst das Gedankenexperiment: Wenn Sie im übertragenen Sinn „der König von Deutschland“ wären (frei nach dem Song von Rio Reiser aus dem Jahr 1986):Würde es lediglich beim „Vivaldi hören“ bleiben, wenn Sie das uneingeschränkte Sagen hätten? Oder wie laut würden Sie auf die Pauke hauen? Oder gerade nicht?

Und natürlich nicht zu vergessen: Der Abschnitt aus dem Johannes-Evangelium ist die Schriftstelle mit dem gläubigen Thomas und dem knappsten und prägnantesten Bekenntnis zu Christus als dem Auferstandenen: Thomas spricht: Mein Herr und mein Gott. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Liebe Grüße, besonders an alle Thomas-Menschen
Norbert Lübke
Redaktion GemeindeBrief

Evangelium: Johannes 20,19-31

Evangelium zum Sonntag

Die Beauftragung der Jünger
Am Abend dieses ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden die Türen verschlossen hatten, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, dass sie den Herrn sahen. Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert.

Jesus und Thomas
Thomas, genannt Didymus (Zwilling), einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. Die anderen Jünger sagten zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er entgegnete ihnen: Wenn ich nicht die Male der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in die Male der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht.

Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder versammelt und Thomas war dabei. Die Türen waren verschlossen. Da kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch! Dann sagte er zu Thomas: Streck deinen Finger aus - hier sind meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! Thomas antwortete ihm: Mein Herr und mein Gott! Jesus sagte zu ihm: Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.

Der Epilog

Noch viele andere Zeichen, die in diesem Buch nicht aufgeschrieben sind, hat Jesus vor den Augen seiner Jünger getan. Diese aber sind aufgeschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Messias ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben das Leben habt in seinem Namen.

Impressum Gemeindebrief St.Bonifatius:

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