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948. Gemeindebrief
(15. Januar 2017)
Lesejahr A -jk -
>>ISSN 1611-9177<<
Liebe Leserinnen und Leser
des Gemeindebriefes aus der Internetkirche St. Bonifatius in funcity.de,

ich saß nicht nur einmal im Kunst-Leistungskurs und habe mich ernsthaft gefragt,
ob die Maler sich so viel bei der Gestaltung ihrer Bilder gedacht haben wie ich mir manchmal ausdenken musste, damit letztlich der Lehrer zufrieden war.

Von Hopper über Caravaggio, Kirchner, Monet und weiteren Künstlern – ich durfte eine große Bandbreite unterschiedlicher Stile kennenlernen.
Mit dem einen Bild konnte ich mehr anfangen. Mit dem anderen weniger.
Ein Werk, das mir stark in Erinnerung geblieben ist, ist der Isenheimer Altar mit seinen unzähligen Darstellungen.
Auf dem Bild, das den Kreuzestod Jesu zeigt, ist auch Johannes der Täufer zu sehen, der nach den biblischen Überlieferungen zum Zeitpunkt des Todes Jesu aber selbst bereits tot war.

Dieser steht auf der rechten Seite des Bildes und zeigt mit einem überlangen Zeigefinger auf Jesus am Kreuz.
Im stickigen Kunstraum damals für mich völlig irrelevant, frage ich mich heute: Warum ist er dort abgebildet, wenn er doch eigentlich bereits tot gewesen sein soll?
Heute sage ich: Eben weil er so eine wichtige Position einnimmt. Er weist auf Jesus Christus.
Er, der Wegbereiter, weist auch hier auf ihn als den Herrn, als denjenigen, der die Sünde der Welt hinwegnimmt.
In jeder Eucharistiefeier wird dieser Satz gesprochen.
Johannes war damals wegweisend für die Menschen und auch heute haben seine Worte Aussagekraft für uns.
Da wundert es eigentlich doch nicht, dass er bei dieser Darstellung seinen Platz findet.
In der Bibelstelle vom heutigen Sonntag spricht er von Jesus als Lamm Gottes, als denjenigen, der die Sünde der Welt hinwegnimmt.
Das, was in der Bibelstelle erzählt wird, findet seinen Abschluss und schließlich seine Verheißung im Kreuz und später in der Auferstehung.
Johannes ist Wegweiser.
Er ist präsent aber auch zurückhaltend.
Er nimmt sich selbst zurück damit die Botschaft Jesu Raum bekommt.
Passend dazu hinter ihm auf dem Gemälde die lateinische Inschrift „Illum oportet crescere me autem minui“.
Eine Stelle aus dem Johannesevangelium, die übersetzt so viel heißt wie „Er muss wachsen, ich aber muss kleiner werden.“ (Joh 3,30) Jesus ist der Auserwählte.

Er ist am Kreuz gestorben und an ihm erfüllt sich die prophetische Botschaft.
Johannes weist uns immer wieder darauf hin, wenn wir uns denn die Richtung zeigen lassen.

Sonntägliche Grüße,

Julia Kühling
RedaktionGemeindebrief

Evangelium: Joh 1, 29-34

Das Evangelium zum Sonntag

In jener Zeit sah Johannes der Täufer Jesus auf sich zukommen und sagte: Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt.
Er ist es, von dem ich gesagt habe: Nach mir kommt ein Mann, der mir voraus ist, weil er vor mir war.
Auch ich kannte ihn nicht; aber ich bin gekommen und taufe mit Wasser, um Israel mit ihm bekannt zu machen.
Und Johannes bezeugte: Ich sah. dass der Geist vom Himmel herabkam wie eine Taube und auf ihm blieb.
Auch ich kannte ihn nicht; aber er, der mich gesandt hat, mit Wasser zu taufen, er hat mir gesagt:
Auf wen du den Geist herabkommen siehst und auf wem er bleibt, der ist es, der mit dem Heiligen Geist tauft.
Das habe ich gesehen.
und ich bezeuge: Er ist der Sohn Gottes.
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